ModerNE ErziehungsFehler – pädagogisch Analysiert (Teil 1)

Jede Zeit hat ihre spezifischen Erziehungsvorstellungen und Erziehungsweisen – und auch ihre typischen Erziehungsfehler! Diesem Thema ist der folgende Beitrag gewidmet. An Fallbeispielen wird das erzieherische Handeln in Familien, Kindergärten und Schulen beschrieben und analysiert. Zudem werden alternativen Handlungsformen angedacht und diskutiert. Um die Fallbeispiele und pädagogischen Handlungsweisen besser verstehen zu können, sind einige Vorbemerkungen zum wissenschaftlichen Hintergrund der Analyse angebracht.  

Die Operative Pädagogik als Wissenschaft vom pädagogischen Handeln

Die operative Pädagogik versteht sich als Wissenschaft des pädagogischen Handelns in konkreten Erziehungssituationen. Wer in erzieherischer Absicht handelt, braucht ein fundiertes Wissen über mögliche Handlungsweisen und Methoden, mit denen sich die gewünschten Ziele, Absichten und Aufgaben des Erziehens verwirklichen lassen. „Überall, wo erzogen wird, wird auch etwas gezeigt, um das Lernen der Kinder und Heranwachsenden zu fördern und fordern“, so beschreibt Klaus Prange die Grundidee der Zeigestruktur der Erziehung (2005), die die Basis der operativen Pädagogik ist.

Prange/Strobel-Eisele (2015) unterscheiden vier Grundformen des Zeigens:

  1. die unmittelbaren Zeigeformen wie Hinzeigen, Aufmerksam machen, mittels deren Gewohnheiten und Fertigkeiten eingeübt werden, vor allem im familialen Kontext;
  2. repräsentativ-darstellende Handlungen, die über Sprache, Texte oder Bildmaterial den Lernenden kulturelle Themen erklären und vor allem im Kontext der Schule vorkommen;
  3. direktive Formen wie Auffordern, Ermuntern, Loben, aber auch Tadeln, Ermahnen, die den Lernenden direkt auf sein (angemessenes oder unangemessenes) Verhalten aufmerksam machen und sich in allen Kontexten erkennen lassen und
  4. all jene Handlungsformen, über die den Lernenden eine Rückmeldung zu ihren Lernprozessen gegeben wird – modern gesprochen: Formen des Feedback.

Wie Eltern oder pädagogische Fachkräfte erziehen oder welche erzieherischen Handlungsformen sie anwenden, hängt zum einen von subjektiven Vorstellung über die „richtige“ Erziehung ab, die Mütter und Väter im Laufe ihres Lebens erworben haben. Zum anderen, und dies gilt vor allem für das pädagogische Fachpersonal, sind Maßstäbe für das Erziehen von einer wissenschaftlich reflektierten Auseinandersetzung mit dem Grundlagenwissen der pädagogischen Disziplin abhängig, d.h., von allgemeinen Erziehungstheorien und Didaktiken. Die Frage, wie erzogen wird und welche Handlungsformen angewendet oder auch unterlassen werden, kompliziert sich in modernen offenen Gesellschaften aufgrund der gegebenen pluralen Lebensverhältnisse noch einmal.

Mit jeder angewendeten erzieherischen Handlung wird natürlich eine andere ausgeschlossen: Man kann nicht gleichzeitig loben und tadeln, ermutigen oder Grenzen setzen. Es scheint, als würden Eltern heute aus Unsicherheit und Fehlervermeidungshaltungen eher dazu tendieren, erzieherische Handlungen an sich zu vermeiden als direkt erzieherisch einzugreifen.

Formen und Fehlformen des Erziehens

Daher ist es nur zu verständlich, dass es zu problematischem oder schlicht falschem erzieherischen Verhalten kommt. Da der Blick einer operativen Pädagogik stets auf beide Seite gerichtet ist: auf das Handeln der Erzieher und auf das Lernen der Kinder und Jugendlichen, lässt sich an Fallbeispielen durchaus illustrieren, was man hätte anders machen sollen oder auch machen können, ohne Grenzen im Erziehungsprozess zu missachten oder gar Lernenden zu schaden.

In den folgenden Ausführungen geht es daher um die Bemühung, moderne Erziehungsfehler pädagogisch zu analysieren und zu erklären.

Man kann durchaus von einem Vorstoß in ein Neuland sprechen, insofern die allgemeine Erziehungswissenschaft dieses Feld kaum bzw. nicht systematisch bearbeitet.

Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Erziehungsfehler durchaus ein Thema der erziehungswissenschaftlichen Diskussion und Literatur (vgl. dazu Strobel-Eisele 2011).

Diese beschrieb den Fehler teilweise als Folge falscher oder unklarer Erziehungsziele oder der falschen Mittelwahl, vor allem aber als charakterlicheiese Schwächen der Erzieher: mangelnde Liebesfähigkeit, übersteigerter Liebesanspruch, Ängstlichkeit, Geltungssuch oder falscher Ehrgeiz (ebd. S. 396).

Aber auch Über- oder Unterforderung des Kindes, Verfrühung, Verzärtelung/ Überbehütung oder Vernachlässigung wurden als Ursachen angeführt. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Bemühung um die Verbesserung der Erziehung stets die Betriebsprämise der Erziehungswissenschaft gewesen ist: Dieses Grundmotiv drückt sich in den unablässigen Reformbestrebungen des Erziehens aus. Aber: In der Regel bezog sich die Diskussion des Erziehungsfehlers auf globale, allgemeine Formen, wie sie z.B. von Jean-Jacques Rousseau 1776 in seinem Werk Émile vorgelegt wurde oder auch 1977 in Katharina Rutschkys Buch „Schwarze Pädagogik“, in dem die extremen Formen des Strafen beschrieben werden. In den folgenden Ausführungen stehen dagegen konkrete Fälle zur Diskussion, die den Fokus auf die Fehlkonzepte und Fehler auf Seiten der Erzieher richten – und damit nicht auf die Lernfehler auf Seiten der Kinder und Heranwachsenden.

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) (Quelle: Wikimedia Commons)

Analyseschema für das pädagogische Handeln

1. Verständlichkeit

Dem Lernenden soll verständlich gemacht werden, um was es den Eltern oder den Lehrern geht, um welche Themen und Dinge. Damit wendet sich die Erziehung an den kindlichen Verstand, d.h. an den kognitiven resp. intellektuellen Entwicklungsstand des Kindes. D.h., es müssen Sachverhalte erklärt, erzählt und erläutert werden, die die Lernenden erfassen und begreifen können. Jeder Erzieher muss überlegen, ob und inwieweit das Alter und die geistig-intellektuelle Entwicklung des Kindes ein Verständnis in dieser Sache erwarten lassen. Kinder können nicht in jedem Alter „alles“ umfassend und ausreichend begreifen. Werden sie hier mit Themen und Sachen konfrontiert, die ihr Vorstellungsvermögen übersteigen, muss mit der Entwicklung von Ängsten und Irritationen gerechnet werden. 

2. Zumutbarkeit

In diesem Punkt ist die soziale Dimension des Erziehens angesprochen: Was und wie viel Lernanforderungen darf man einem Kind zumuten, bevor man es überlastet: zeitlich und sozial. Zu wenig und zu niedere Lernanforderungen sind ebenso zu vermeiden wie zu viele und zu hohe. Hier geht es um die richtige Dosierung von Ansprüchen an die Lernenden. Eltern müssen z. B. berücksichtigen, ob die Erwartungen und Pläne, die sie für ihr Kind haben, auch den Bedürfnissen, Neigungen oder Fähigkeiten ihres Kindes entsprechen. Zeigen sich hier Probleme und Auffälligkeiten im Verhalten, müssen Eltern auch in der Lage sein, ihre Pläne zu ändern oder neu zu justieren, damit die das Kind nicht überfordern.

3. Anschlussfähigkeit

Dieser Maßstab ist ganz entscheidend in einer Welt, in der die Individuen für ihr Leben und ihre Karrieren in besonderem Maße selbst verantwortlich sind. Die Erziehung muss darauf bedacht sein, Kindern und Jugendlichen wichtige und sozial zukunftsweisende Lernfelder anzubieten, die für ihr Leben außerhalb von Familie und Schule bedeutsam sind. Man spricht heute ja schon von einem Fehlstart, wenn Kindergartenkinder und vor allem Grundschulkinder nicht genügend Grundbildung erworben haben. Etwas pointiert gesagt: Wer zu lange im Sand spielt, dessen Zukunft könnte auf Sand gebaut sein! Das andere Extrem zegt sich an dem Bestreben, zu früh zu viel Lernanforderungen an das Kind heranzutragen und so seine natürlichen Bedürfnisse nach freiem Spiel und Entfaltung zu beeinträchtigen.

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Alle drei Maßstäbe bewegen sich in einem Kontinuum von zu viel nach zu wenig und müssen in der Balance gehalten werden. Was „richtig“ oder „falsch“ ist, bewegt sich häufig auf einem schmalen Grad: Mit diesem Dilemma sah sich Aristoteles in seiner Ethik konfrontiert und er entwickelte dafür seine „Theorie der Mitte“ (Mesotes-Theorie): Was wir als tugendhaftes Handeln bezeichnen, bewegt sich in der Regel in der Mitte von zwei Extremen. An seinem Beispiel illustriert: Tapferkeit bzw. das tapfere Handeln liegt in der Mitte von Tollkühnheit und Feigheit. Bei dem Bemühen, eine vernünftige Mitte im Erziehungsprozess zu suchen, ist nicht intendiert, eine einfache „Rezeptologie“ anzustreben. Es geht vielmehr um die Reflexion des Handeln der Eltern und Erzieher mit Blick auf alternative Handlungen, mittels derer versucht wird, beide Pole einander näher zu bringen, ohne dass dabei zu viel Ablehnung oder Unverständnis auf beiden Seiten entstehen.  

Vor dem Hintergrund der bisherigen Ausführungen soll nun ein Fallbeispiel dargestellt, diskutiert, reflektiert und auf mögliche Handlungsalternativen hin analysiert werden.

Fallbeispiel:

Am Vormittag hat eine Polizeistreife eine Radlerin angehalten, die mit einem 18 Monate alten Kind  bei 11 Grad in der Stadt München unterwegs war. Das Kind saß nur mit einer Windel bekleidet in seinem Fahrradsitz und war bereits an einigen Körperstellen etwas bläulich. Bei der Frau handelte es sich um seine Mutter, eine Juristin. Auf die Nachfragen der Polizei, weshalb sie ihr Kind nur mit einer Windel bekleidet auf dem Fahrrad mitgenommen habe, antwortete sie Folgendes: Ihre Tochter habe sich heute Morgen nicht anziehen lassen wollen und da sie die Persönlichkeitsrechte ihres Kindes nicht verletzen wollte, aber in ihre Kanzlei musste, habe sie sie eben nackt mitgenommen.

Münchner Abendblatt 2008

Interpretation des Fallbeispiels

Subjektive Erziehungsvorstellungen der Mutter

Es ist anzunehmen, dass die Mutter folgendes Persönlichkeitskonzept für ihr Kleinkind hat: Die Willensäußerungen eines ein- oder zweijährigen Kindes sind bereits ein Ausdruck seiner Persönlichkeit, die im Kern angelegt ist und die man daher als solche akzeptieren muss.

Dieser Kern entfaltet sich dann mehr oder weniger von selbst, daher darf man nicht direktiv  eingreifen, sonst würde der Selbstentfaltungsprozess gestört und die kindliche Seele Schaden nehmen. Ein direktes Eingreifen würde sich als schädlich erweisen, weil dann die Willensäußerungen des Kindes beeinträchtigt und es in seinen Selbstwertgefühlen verletzt würde. Auch könnte seine Individualität verformt und eine freie Entfaltung gestört würde.

D.h.: Kleinkinder werden wahrgenommen als kompetente, sich selbst steuern sollende, eigenständig agierende Persönlichkeiten. Je weniger Regeln und Grenzen, desto natürlicher und besser entwickelt sich das Kind. Ein Konflikt mit ihm muss vermieden werden, weil auch schon Kleinkindern aufgrund ihrer angenommenen stabilen Kern-Persönlichkeit jene Achtung gebührt, die man Erwachsenen selbstverständlich entgegenbringt. Deshalb ist es nötig, auch schon mit Kleinkindern auf Augenhöhe zu interagieren. Daher kommen jene pädagogischen Handlungsformen wie die Begleitung zum Einsatz, in denen der Erzieher den kindlichen Verhaltensweisen wohlwollend und anerkennend gegenübersteht und das Kind höchstens darauf aufmerksam macht, dass ein anderes Kind auch einmal mit der Puppe spielen möchte. Einfach wegnehmen wird schon als übergriffig und autoritär angesehen.

Was ist hier einzuwenden?

Kinder bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit auf die Welt: Unterschiede in ihrer Vitalität, ihrem Temperament,  wie man früher sagte, in ihren Aktivitätspotentialen und sie reagieren auf die Anregungen aus ihrer sozialen und materiellen Umwelt unterschiedlich. Auch hinsichtlich ihrer Willensstärke oder ihren Willensbekundungen lassen sich Unterschiede feststellen. Moderne Entwicklungstheorien sprechen von frühkindlichen Temperamenten: So verhalten sich die einen eher neugierig, offen und aktive, während andere zurückhaltend, ängstlich und ruhig sind, um nur ein paar Verhaltensweisen zu nennen. Schon hier zeigt sich, dass Erziehung als bloße Selbstentfaltung zu kurz gedacht ist: Wenn das im Kern im Kind Angelegte sich im Wesentlichen  ungestört entfalten soll, sind tatsächlich nur „begleitende“, nicht aber eingreifende bzw. intervenierende pädagogische Handlungen erlaubt.

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Auf diesem Hintergrund kann man sich leicht vorstellen, wie sich die Szene zu Hause abgespielt hat: Die kleine Tochter hat sich mit allen Kräften gewehrt, sich etwas überziehen zu lassen und die Mutter hat es als nicht legitim angesehen, nun auch Kraft einzusetzen und sie festzuhalten, um ihr den Pullover gegebenenfalls überzuziehen. Natürlich kennen die meisten Eltern und Erzieher diese Situationen und haben bereits Strategien dafür entwickelt: Man wartet etwas ab, versucht es dann noch einmal, lenkt das Kind eventuell mit einem Spielzeug ab, um dann das Anziehen fortzusetzen oder verspricht ihm etwas.

Glücklicherweise klappt es häufig – aber eben nicht immer, wie im vorliegenden Fall. Was sich die Mutter nun nicht getraut hat, und zwar aus wohlüberlegten erzieherischen Gründen, war, das Kind festzuhalten, um ihm – durchaus in einem kurzzeitigen Kräftemessen – Pullover und Hose überzustreifen.

Warum? Weil in diesem Fall einige bereits von Gewalt gegen Kinder sprechen würden. Gewalt heißt, jemandem körperliches Leid zuzufügen. In diesem Falle ist es sehr fraglich, das Festhalten zum Zwecke des Anziehen als Gewalt gegen Kinder zu etikettieren. Man könnte sich vorstellen, dass die Mutter dabei verbal noch beruhigend auf den kleinen Wildfang einredet: „Schau, ich muss Dich jetzt festhalten und anziehen, ich weiß, Du magst das nicht, aber es ist so kalt draußen, Du musst in die Kita, ich in die Kanzlei, das geht so nicht …“. Das ist dann doppelt anstrengend für die Mutter, aber: Erziehen erfordert ab und zu anstrengende Strategien, bis sich dann doch – hoffentlich! ein Gewöhnungsprozess zeigt.

Das ist natürlich keine Begleitung mehr, sondern ein starkes Eingreifen. Betrachten wir den Erziehungsprozess nun unter den drei Maßstäben. Verständlichkeit: Einem 18 Monate alten Kind diese „Sache“ zu erklären, ist verbal nicht möglich. Eventuell könnten die Worte der Mutter beruhigend wirken und es lernt allmählich, die täglich wiederkehrende Routine des Anziehens weniger wild zu boykottieren.

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Zuzumuten ist das Anziehen einem Kind mit 18  Monaten durchaus: Es ist vor Kälte zu schützen, es muss, wenn es nach draußen gehen will, entsprechend angezogen sein, sonst wird es krank. Es muss erste Anpassungsleistungen erbringen, weil es in einem bestimmten kulturellen Umfeld lebt. Hier deutet sich bereits die Anschlussfähigkeit an. Es ist zu bedenken, dass die Mutter mit ihrem Nicht-Eingreifen ihre Tochter auch von Lernerfahrungen abhält, die sie für ihr weiteres Leben braucht.

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Hier können auch kleine Kinder Erfahrungen mit Frustration machen, mit einer gut dosierten Frustration ohne Zweifel, die sie für ihre Sozialentwicklung brauchen: „Ich muss auch manchmal etwas erdulden oder machen, was mir gerade nicht gefällt und das ich nicht will“. Moderne Eltern fühlen heute so sehr mit ihren Kindern mit, dass sie selbst mehr darunter leiden als ihr Kind. Ein bisschen spricht es natürlich für ihre Sensibilität und liebevolle Beziehung zum Kind, aber das ist auch der Weg in eine ungute Symbiose mit ihm. Eine solche Haltung kann dazu führen, dass der psychische Entwicklungsprozess des Kindes beeinträchtigt oder gar verhindert wird.      

Rollenkonflikt (Mutter – Juristin)

Es ist erstaunlich, dass die rechtliche Lage offenbar gar keine oder eine absolut untergeordnete Rolle in dieser häuslichen Erziehungssituation und bei der Entscheidung der Mutter gespielt hat, ihr Kind nackt auf dem Fahrradsitz mitzunehmen. Als Juristin kennt sie oder muss sie die gesetzlichen Vorschriften zum Kindeswohl, zur Vernachlässigung oder zur Gefährdung eines Kindes kennen. Als Juristin müsste sie den Paragraphen zur Schädigung des körperlichen Wohls des Kindes kennen und danach handeln. In ihrer Argumentation bezieht sie sich ausschließlich auf Persönlichkeitsrechte, die einer erwachsenen Person zugesprochen werden, nicht aber einem 18 Monate alten Kind. Wer erzieht, hat  zu Recht Absichten, die auf das Verhalten und die Einstellungen derer gerichtet sind, die erzogen werden sollen. Dafür überlegen sich Erzieher Handlungsstrategien, die mit Hoffnung auf Erfolg verbunden sind. Gleichzeitig gehört es zum pädagogischen Grundwissen, dass das Lernen sich eben nicht sofort oder generell den erzieherischen Absichten fügt. In der operativen Pädagogik gibt es das Bild von der Brücke oder der Differenz von Erziehen und Lernen, über die man gehen muss und die nicht ignoriert werden darf, weil das der Weiterentwicklung des Kindes abträglich wäre.   

Literatur

Prange, K. (2005): Die Zeigestruktur der Erziehung. Grundriss der Operativen Pädagogik. Paderborn: Schöningh.

Prange, K. & Strobel-Eisele, G. (2015): Die Formen des pädagogischen Handelns. 2. Auf. Stuttgart: Kohlhammer.

Strobel-Eisele, G. (2011): Fehlformen des Erziehens. In: Mertens, G. , Frost, U., Böhm, W., Koch, L. & Ladenthin, V. (Hg.): Allgemeine Erziehungswissenschaft II. Handbuch der Erziehungswissenschaft. S. 395-414. Paderborn: Schöningh.

Moderne Erziehungsfehler – pädagogisch analysiert

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